Smarte Lautsprecher auch bei Kindern beliebt

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von Stephan Hellerbrand
Amazon Echo in klassischem Tantenzimmer

Smarte Lautsprecher sind mit dem Internet verbundene Lautsprecher, die mittels Spracheingabe bedient werden. Die am weitesten verbreiteten Geräte dieser Art sind Amazon Echo, Google Home und Apple Homepod (in Asien regional auch Geräte der Hersteller Alibaba und Xiaomi).

Neben Smartphones und Tablets erfreuen sich auch diese Geräte bei Kindern wachsender Beliebtheit. Diesen Trend bestätigt der aktuelle Smart Audio Report, den der US-Sender NPR gemeinsam mit dem Markforschungsinstitut Edison Research veröffentlicht hat.

Die Studie berichtet von inzwischen 43 Millionen Amerikaner über 18 Jahren, die einen Smarten Lautsprecher besitzen. Davon geben 73% der Befragten mit Kindern im Haushalt an, dass auch diese die Geräte nutzen. Die beliebtesten Aktivitäten sind dabei Musik hören, Spiele spielen oder das Nutzen von Witze-Apps. Jedes vierte Kind hat einen Smarten Lautsprecher auch schon für die Hausaufgaben benutzt.

Die Geräte sind zwar durch die Sprachbefehle einfach für Kinder zu bedienen, die Tante rät Eltern aber dennoch dazu, Ihre Kinder bei deren Nutzung zu begleiten.

Ein paar Gedanken dazu:

  • Den Geräten beliebige Fragen stellen zu können, eröffnet für Kinder sehr interessante Möglichkeiten. Allerdings sollten sich Eltern auch selbst fragen, ob sie manche Fragen nicht lieber selbst beantworten wollen. Ein kleines Beispiel:

Kind: “Alexa, wie entstehen Babies?”

Alexa: “Ich glaube, der Storch bringt sie.” am 28. Januar 2018 (inzwischen aber angepasst)

  • Manchmal kann es vorkommen, dass die Geräte die Befehle nicht richtig verstehen. Außerdem ist es nicht ausgeschlossen, dass Kindern Informationen präsentiert werden, die für sie nicht angemessen sind, wie in diesem Beispiel auf YouTube zu sehen ist.

  • Die Geräte können zum Teil auch dafür benutzt werden, Einkäufe zu erledigen. Man sollte darauf achten, dass die entsprechende Funktion abgesichert ist, damit es keine teuren Überraschungen gibt. Wie das bei Alexa funktioniert beschreibt Amazon hier.

  • Bei Amazon Echo gibt es die Möglichkeit, über die Funktion “Drop-In” mit Personen zu sprechen, die ebenfalls ein solches Gerät benutzen. Die Verbindung wird dabei einfach aufgebaut, ohne dass man wie beim Telefon abheben muss – da kann man schon mal erschrecken. Die Funktion kann allerdings deaktiviert werden.

  • Die Verarbeitung von Sprache und Befehlen passiert in der Regel auf den Servern des jeweiligen Herstellers. Zur Verbesserung der Spracherkennung werden die Daten vom Hersteller gespeichert. Bei Bedenken kann man z.B. regelmäßig die Daten über die Webseite bzw. App des Herstellers löschen (hier für Amazons Alexa und hier für den Google Assistant).

Quellen für die Zahlen: